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#des6 Über den Dächern von Kalkutta#
Wo ist der TaxifahrerUm den Stress mit einem instabilen Flughafen WLAN und den dazugehörigen Problemen beim Buchen eines Ubers zu umgehen, hatten wir im Vorfeld
Bild über booking.com ein Taxi gebucht. Der Fahrer warte schon im Eingangsbereich mit unserem Namen.
Wortkarg holte der Fahrer sein Auto während wir 15 Minuten das Verkehrschaos vor dem Terminal beobachten konnten. Schön zu sehen, dass sich nicht allzuviel auf Indiens Straßen zu damals geändert hat. Gebucht wurde ein Elektrofahrzeug, es kam ein vollkommen ramponierter Verbrenner im Format eines Kleinwagens und in einem sehr schlechten Zustand. Dank der Gasanlage war der Kofferraum quasi nicht mehr vorhanden, weil dort der Gastank war. Also wurde das Gepäck im Kleinwagen verteilt.
Noch vor der Begrüßung oder sonstiger Kommunikation setzte sich der Fahrer laut rülpsend ins Auto und fuhr Kommentars Richtung Hotel. Nach einer knappen Stunde fahrt und diversen Rülpsern erreichten wir das auch Hotel wohlbehalten das Hotel. Von außen sah das Viertel nicht unbedingt sehr vertrauenswürdig aus, das hier alles verfallen und sehr schmutzig war. Ein grüner Oldtimer vor dem Hotel mit platten Räder begrüßte die Gäste zum Hotel.
Da wir gegen 11 Uhr schon ankamen und der checkin erst um 14uhr war, das Hotel nur 7 Zimmer hatte und ausgebucht war, war das Zimmer noch nicht fertig, und wir wurden auf das roof top Restaurant verfrachtet und mit Wasser und ChaiTee versorgt. Auf dem Weg nach oben, wunderte ich mich über die Zimmer welche offen standen.
Als gegen 13 Uhr die Luft immer Innenhof des Hotelsheißer wurde, fragten wir beim Empfang dann doch mal an, ob unser Zimmer nicht doch schon fertig sei. Der vorherige Gast sei schon längst weg, aber das Zimmer noch nicht fertig, würden sich aber sofort drum kümmern und in 15 Minuten sich dann melden. Nach 15 Minuten kam natürlich keiner so dass wir dann nochmals zum Empfang sind und dann direkt zu jenem Zimmer gebracht wurden, wo schon 2h zuvor die Türe offen stand. Naja :-).
Das Hotel wurde 2018 eröffnet und gefühlt seid der Kolonialzeit ist die Zeit hier stehengeblieben. Wenig Platz, recht düster, schmale steile Treppen, viel Holz, farbige Scheiben. Sofort fühlte man sich in diese Zeit zurückversetzt, war doch alles mit liebe renoviert oder mit Geschmack auf alt getrimmt worden. Hätte man so gar nicht erwartet, wenn man das Viertel so sieht. Vom Eingangsbereich führte der Weg zwei kleine Innenhöfe wo man durch die Stockwerke in den Himmel blicken konnte, und von oben Hängepflanzen die 6 Stockwerke nach unten hingen.Nostalgische DetailsDas Zimmer selbst war klein und etwas düster, aber geschmackvoll Eingerichtet. Nicht ganz hatte verstanden was die moderne Schreibmaschine auf dem Schreibtisch zu suchen hatte.
Nachdem wir uns erfrischen konnten und einer kurzen Ruhepause hatten wir versucht zum Bahnhof zu kommen, da wir noch ein Zugticket nach Siliguri brauchten. Am Empfang, wo zwei Empfangsdamen mit Instagram kämpfend saßen, gefragt, ob und wann der Bahnhof offen hatte, ist ja Sonntag, herrschte erst Ratlosigkeit, aber nachdem das Handy mit Instagram beiseite gelegt wurde, endete die Ratlosigkeit mit der Aussage, dass der Bahnhof bis 20 Uhr offen hatte. Auch nach der Frage wo der nächste Geldautomat sei, wurde uns nach kurzem Überlegen eine wage süd südöstliche Richtung gedeutet mit der Anmerkung 5 Minuten zu Fuß. Und um vorzubeugen, dass keine weitere Frage kommt, versank man sofort wieder in Instagram.
Nach einigem Suchen fanden wir 50 Meter entfernt, gleich um die Ecke ein ATM, wo ein Wachmann in einem Raum mit vier Quadratmeter und mit zwei ATMs saß und akribisch jede Bewegung von uns verfolgte. Skeptisch schaut er drein, als nach der pin Eingabe der Automat nicht sofort das Geld ausspuckte.Gästezimmer Zurück im Hotel versuchten wir ein Uber zum Bahnhof zu bekommen, was wir aber nach 20 Minuten abbrachen und die zwei Kilometer zu Fuß zum Kalkutta Bahnhof gelaufen sind.
Überraschend war es nicht, denn außer einem Counter wo nur lokale Tickets gelöst werden konnten, hätte nichts weiter offen. Der Mitarbeiter am Counter meinte aber, dass er das Ticket nicht buchen kann, wir doch in den ersten Stock gehen sollten, dort sei der Schalter für die Waiting List. Dort angekommen wurden wir von verschiedenen Einheimischen in Empfangen genommen, wo aber keine ne Ahnung hatte vom dem was wir fragten. Schließlich hatten wir uns erfolgreich zu dem Einen geöffnet Schalter durch gekämpft wo ein gelangweilter Mitarbeit sich unsere Fragen geduldig anhört und sich nochmal alles nachfragte und nach kurzer Denkpause meinte, dass heute Sonntag sei und wir einfach morgen nochmal kommen sollen, wenn um 08:30 die Schalter wieder aufmachten.
Ohne etwas vollbracht zu haben, liefen wir wieder zurück zum Hotel, Bild ohne nicht von unzähligen Taxifahrer gefragt worden zu sein, ob wir ein Taxi brauchte. Je weiter wir aber den Bahnhof hinter uns Liesen, desto weniger fragten dann.
Da wir einen anderen Weg zurück zum Hotel wählten, fanden wir uns dann irgendwann in schmalen Gässchen wieder, in denen alles derart heruntergekommen und schmutzig war, was ich selten so gesehen hatte. Am Ufer des Flusses in diesem Viertel war sehr einfache Bretterbuden, wo Leute wohnten, das Flussufer war bestand aus dicken dicken Schicht Müll. Die wenigen Leute auf der Straße, welche aus den Häusern kamen, wirkten zufrieden und sehr freundlich, Garküchepassten aber vom Aussehen und Klamotten auch nicht wirklich zu den Unterkünften. Da wir bei diesem Streifzug leider keine Möglichkeiten zum Abendessen fanden, da alle mobilen Garküchen zu hatten und auch an der Rezeption keine brauchbare Information bekommen wo wir was zum Essen finden könnten, fanden wir aber dann doch eine Garküche die offen hatte und gut besucht wurde.